Der Gesellschaft etwas zurückgeben

Angelika und Axel Epe engagieren sich stark im sozialen Bereich – unter anderem in Tansania. Daher legen sie auch bei der Vermögensanlage Wert auf Nachhaltigkeit.

Autorin Annkathrin Frind
Fotograf Maurice Kohl

Die Feier droht ins Wasser zu fallen, obwohl der Regen längst wieder aufgehört hat. An diesem warmen Januartag sind rund 200 Gäste in die Kleinstadt Karatu im Norden Tansanias gekommen, um die Eröffnung der Black Rhino Academy zu feiern. Doch wenige Stunden vor Beginn herrscht Chaos. Zelte und Stühle befinden sich in einem Lastwagen, der auf der Strecke liegengeblieben ist. Ein Gewitter in der Nacht hat eine Brücke weggespült. Die Straße endet im Nirgendwo. Doch alle packen mit an.

 

Tansania ist für das Ehepaar Epe zur zweiten Heimat geworden.

Angelika und Axel Epe engagieren sich  stark im sozialen Bereich – unter anderem  in Tansania. Daher legen sie auch bei der Vermögensanlage Wert auf Nachhaltigkeit. „Wie durch ein Wunder konnte die Eröffnungsfeier der Schule mit zwei Stunden Verspätung doch noch beginnen“, erinnert sich Angelika Epe (66), pensionierte Lehrerin aus dem Rheinland, an ihren letzten Aufenthalt in Afrika. Sie und ihr Ehemann Axel Epe (68), zuletzt Partner in der Anwaltskanzlei Freshfields, unterstützen in Tansania das ambitionierte Schulprojekt ihrer Tochter Caroline (34). So haben sie unter anderem eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Düsseldorf gegründet: die Black Rhino Academy Foundation.

Nachhaltige Kriterien auch bei der Vermögensanlage

Einem Wunder gleicht es auch, was innerhalb eines Jahres in der Hochebene im Osten Afrikas, zwischen Kilimandscharo und Serengeti, auf dem Grundstück einer Kaffeeplantage entstanden ist: Zwei Schulgebäude mit jeweils fünf Klassenräumen wurden fertiggestellt. Ebenso wie Schlafsäle für mehr als zwei Dutzend Internatsschüler. Die Einrichtung soll Kindern aus allen gesellschaftlichen Schichten offenstehen. „Ein gutes Bildungs- und Gesundheitswesen sind das Einzige, was das Land Tansania voranbringt“, sagt Axel Epe. Das Schulprojekt in Afrika ist ein Beispiel für das gesellschaftliche Engagement der Eheleute im Bereich Nachhaltigkeit. Neben Spenden weiterer Förderer haben sie auch einen Teil ihres Privatvermögens für die Black Rhino Academy Foundation in den von der Commerzbank verwalteten Stiftungsfonds eingebracht.

Auch bei der privaten Geldanlage legen Epes Wert auf Nachhaltigkeit. Darum haben sie sich für die nachhaltige Vermögensverwaltung der Commerzbank entschieden. „Ich lege großen Wert darauf, kein Unternehmen im Portfolio zu haben, das mit Waffen, Glücksspiel oder Pornografie sein Geld verdient“, sagt Axel Epe, der sich ehrenamtlich in der Leitung der evangelischen Kirche im Rheinland engagiert. Bei nachhaltigen Kapitalanlagen werden neben den klassischen Anlage kriterien Rendite, Risiko und Liquidität auch die soziale, ethische und ökologische Performance der Unternehmen berücksichtigt, in die investiert wird. 

Keine Einbußen bei der Rendite

Nachhaltige Kriterien sind bei der Geldanlage empfehlenswert, da sie keineswegs zulasten der wirtschaftlichen Rendite gehen müssen“, sagt Claudia Salomon, Relationship Managerin bei der Commerzbank. Im Gegenteil: Nachhaltige Unternehmen seien ihrer Erfahrung nach innovativ, agil und erhalten daher von Analysten oft ein positives Rating. Diese Tatsache wirke sich auch auf die Wahrnehmung von Investoren aus. Das Marktvolumen nachhaltiger Kapitalanlagen in Europa wachse seit Jahren dynamisch.

Es sind moralische Werte, die das Ehepaar Epe antreiben – sowohl bei der Stiftung und weiteren Ehrenämtern als auch bei der nachhaltigen Vermögensanlage. Beiden ist der christliche Glaube wichtig. „Ich hatte so viel Glück im Leben“, erinnert sich Axel Epe. „Deshalb habe ich den Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.“ Auch seine Frau Angelika Epe hilft in der sozialen Einrichtung Arche Kindern bei den Hausaufgaben und berät eine Flüchtlingsfamilie aus Kirgistan.

 

Die Architektur der Schule fügt sich in die Landschaft Tansanias ein. Größtenteils wurden Materialien aus der Region verwendet.

Zwei Schulgebäude mit jeweils fünf Klassenräumen sind bereits fertiggestellt.

In Tansania haben die Eheleute in den vergangenen Jahren eine zweite Heimat gefunden. Sie sind stolz auf das einzigartige Schulprojekt und die Arbeit der Stiftung. Das Besondere ist: Durch die Präsenz von Tochter Caroline in Tansania  und deren fachliche Kompetenz haben Spender die Garantie, dass ihr Spendengeld direkt dem Projekt zugutekommt und der Verwaltungsaufwand gering bleibt.

Epes ließen es sich nicht nehmen, sich regelmäßig in Afrika vom Baufortschritt des Schulgebäudes zu überzeugen. Der nigerianische Architekt Kunlé Adeyemi, der einige Jahre bei Rem Koolhaas in den Niederlanden gearbeitet hatte, reiste für seinen Entwurf für mehrere Tage ins tansanische Karatu. Seine Architektur zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich förmlich in die Landschaft am Rand des Ngorongorokraters einfügt. Zum Einsatz kamen größtenteils Materialien aus der Region. Zum Beispiel dort gebrannte Ziegelsteine, die so rot sind wie die stark eisenhaltige Erde Tansanias.

„Ich habe Tansania liebgewonnen. Da geht mir das Herz auf“, sagt Angelika Epe und ergänzt: „Bei jedem Besuch habe ich das Gefühl, dass sich dort immer mehr bewegt.“ Für Bewegung sorgen nach wie vor auch die Schulgründer.  Der Grund: Die Black Rhino Academy soll noch größer werden. Der nächste Bauabschnitt –  eine Schulhalle mit Aula, Bibliothek, Verwaltung  und Mensa – ist in Planung. Dafür sind sie auf weitere Spenden angewiesen.

 

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V. i. S. d. P.: Stefanie Pietsch (a. a. O.)