Ausgabe 03/2017

 

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Für die Betreuung sehr großer Vermögen bedarf es vieler Experten, die Hand in Hand arbeiten und passende Anlagelösungen finden.

Autorin Flora Rothe

In Deutschland gibt es rund 700 Familien mit einem Gesamtvermögen von jeweils mehr als 100 Millionen Euro. In vielen Fällen handelt es sich um komplexe Familienverbünde bis in die siebte Generation mit Beteiligungen an zahl­reichen Unternehmen, deren Vermögen von einem eigenen Family Office verwaltet werden. Angesichts des anhaltenden Niedrigzins­umfeldes und der Notwendigkeit, sich neue Renditequellen zu erschließen, haben diese zunehmend strategischen Beratungsbedarf. Bei der Commerzbank kümmert sich der Bereich Private Investors & Family Offices um die professionelle und bereichsübergreifende Betreuung von solchen hochvermögenden Kunden und deren Family Offices. „Jeder unserer Kunden wird von einem persönlichen Consultant gemeinsam mit dem bewährten Kundenberater vor Ort betreut“, erklärt Be­reichsleiterin Frauke Hegemann. Der Consultant ist Ansprechpartner in allen Fragen für den Kunden und das Bindeglied zu sämtlichen Spezialisten der Bank. Sein Vorteil: Er kann jederzeit auf alle zur Verfügung stehenden Ressourcen und Netzwerke der Commerzbank zurückgreifen. Darüber hinaus steht jedem Kunden ein Vertreter des Top-Managements zur Seite. Dieser ist jederzeit für ihn persönlich ansprechbar.

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Wissenswertes

Generationen sind gemeinsam erfolgreich

Für die nächsten fünf Jahre erwarten 62 Prozent der Unternehmen die Entwicklung neuer Geschäftsfelder, 47 Prozent rechnen mit disruptiven Veränderungen im Markt und ein Drittel der Unternehmen sieht Um­brüche in Schlüsseltechnologien auf sich zukommen. Zu diesen zentra­len Ergebnissen kommt die 17. Mittelstandsstudie der Commerzbank, für die das Marktforschungsinstitut Kantar TNS 2.000 deutsche Unternehmer nach ihrer Einstellung zur nächsten Generation von Unternehmern sowie des Ban­kings und zu neuen digitalen Märkten befragt hat. Die Befragten betrachten den Generationen­wechsel als Katalysator, um notwendige Veränderungen anzugehen und umzusetzen. 66 Prozent erwarten, dass dadurch neue Kompetenzbereiche geschaffen werden. 50 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer umfassenden Digitalisierung und einer Intensivierung von Marketing und Markenaufbau. Allerdings legt die Studie auch nahe, dass diese Erwartungen häufig nicht ein­gelöst werden bei Unternehmen, bei denen kürzlich ein Wechsel im Topmanagement stattgefunden hat.

Der Wandel ist ein Gemeinschaftsprojekt

Unternehmen, denen die Umsetzung von Ver­änderungen erfolgreich gelungen ist, profitieren von einem Generationswechsel und erfahrenen Managern, die von außen ins Unternehmen kommen. Junge Nachfolger und Führungskräfte unter 40 Jahren bringen häufig eine Gründermentalität in das Unter­nehmen und treiben unternehmerische Zukunftsprojekte voran.

Leseempfehlung
Commerzbank company.news: „Next Generation: Mittelstand im Umbruch

„Between the Towers“

Seit 2014 treffen sich an jedem ersten Dienstag im Monat zur besten „After Work“­-Stunde FinTechs, Banker, Investoren, IT­Profis und Medienvertreter.
Bei der Eventreihe der Commerzbank­ Tochter main incubator „Between the Towers“ auf dem Uni­-Campus Westend dreht sich alles um das Banking der Zukunft. Prominente Redner präsentieren die neuesten Trends, kreative Start­-ups pitchen innovative Banking­-Lösungen. Und alle haben die Chance, über Koope­rationen und Finanzierungsmöglichkeiten zu reden. Seit 2015 tourt das Event auch immer wieder durch Deutschland.

Anmeldung und Informationen:
www.between-the-towers.com

Banking-App: neue Funktionen

Mehr als 1,3 Millionen Kunden der Commerzbank nutzen bereits die Mobile­-Banking-­App. Im zweiten Halbjahr 2017 soll die App zusätzliche Funktionen bekommen: Alle iTAN­-Nutzer können in der App künftig direkt auf das photoTAN­-Verfahren umstellen. Der Vorteil: ein einfacheres Handling. Die zentrale Verwaltung aller Bankkarten über die App ist geplant. Die Sperrung der Kreditkarte im Notfall von unterwegs ist jetzt schon möglich. In Kürze kann die PIN für die Kreditkarte per App geändert werden. Android­-Nutzer (ab OS­-Version 6.0) melden sich künftig per Fingerabdruck an.
Tipp: Im Demo­-Modus erfahren Kunden mehr über die App.
 
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Jetzt beantragen: Legal Entity Identifier (LEI)

Ab 2018 sind Börsengeschäfte und Überträge aus Depotbeständen nur noch mit Client-Identifier möglich. Denn dann tritt die zweite Stufe der EU­-Richtlinie für Märkte in Finanz­instrumenten, bekannt als MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive), in Kraft. Ziele der damit verbundenen Veränderungen sind die Stärkung des Anlegerschutzes und die Erhöhung der Transparenz zur Verhinderung von Marktmiss­brauch.

Die Richtlinie unterscheidet bei Client-Identifiern zwischen Privatpersonen einerseits und juristischen Personen und Gesellschaften andererseits.

Für Privatpersonen deutscher Staats­angehörigkeit beispielsweise bildet sich der Client-Identifier aus Geburts­datum, Namen und Vornamen – und kann daher von den Banken ohne weitere Kundenaktivität genutzt werden.

Für juristische Personen und Gesell­schaften wird der Client-Identifier als Legal-Entity-Identifier (LEI) bezeich­net. Dieser muss durch diesen Personenkreis selbst kostenpflichtig bei entsprechenden Vergabestellen online beantragt und der Bank übermittelt werden. Die Bearbeitung des Antrags dauert in der Regel rund sechs Wochen. Da es gegen Ende des Jahres voraussichtlich zu einer zunehmenden Nachfrage kommen wird, empfiehlt es sich, sich frühzeitig um die Beantragung des LEI zu kümmern.

Zugelassene Vergabestellen und weitere Informationen unter www.gleif.org/de.

Per App zur Traumimmobilie

Mit der Commerzbank­-Baufi-App ermitteln Sie Ihren finanziellen Spielraum, finden deutschlandweit Ihre Traumimmobilie und erhalten anhand weniger Eingaben eine unabhängige Wertein­schätzung. Zusätzlich können Sie beim Termin mit dem Makler mit dem digitalen Zinszertifikat nachweisen, dass die Finanzierung gesichert ist – eine abschließende Bonitätsprüfung vorausgesetzt.
 
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Filialwachstum statt Rückzug

In den vergangenen zehn Jahren haben deutsche Banken rund jede vierte Filiale geschlossen. Die Commerzbank geht diesen Trend nicht mit und setzt auf Wachstum statt auf Rückzug: Frei nach dem Motto „Automaten beraten nicht“ will das Institut in den kommenden Jahren bis zu 100 ihrer rund 1.000 Filialen in neue, moderne Flagship­-Filialen umbauen. Dort soll das Know­how für alle Kunden und Beratungs­themen an einem Standort gebündelt werden. Entstehen werden die Flagship­-Filialen vor allem in stark frequentierten Lagen ausgewähl­ter Großstädte. Die ersten fünf wurden bereits eröffnet, in diesem Jahr sollen sieben weitere hinzukommen.

Laut Bankenverband wünschen sich auch im digitalen Zeitalter zwei Drittel der Kunden eine Bank mit Filialen. Dies gilt ebenfalls für die junge Generation. Rund 450.000 Menschen besuchen tagtäglich alleine die rund 1.000 Filialen der Commerzbank. Für das Institut bedeutet das im Umkehrschluss: Wer im Privatkundengeschäft wachsen will, kann nicht auf Filialen verzichten. Dabei richtet sich die Bank am Kundenbedarf aus und differenziert ihr Leistungsangebot. Während die Kunden in den Flagship­-Filialen die voll­ ständige Beratungskompetenz vorfinden, die sie für komplexe Bankgeschäfte benötigen, steht in den sogenannten City­-Filialen vor allem der Service im Vordergrund.

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Der Siegeszug von Facebook, Twitter & Co. hat die Welt der Kapitalmärkte verändert. Plötzlich sind schwarmbasierte Anlagemodelle in Mode. Doch sind sie auch sinnvoll?

Autor Chris-Oliver Schickentanz

Wenn sich eine größere Community im Internet über Anlageentscheidungen austauscht, machen einige Software-Angebote einen Trend aus. Sie informieren Anleger, damit der Einzelne profitieren kann. Institutionelle Anleger wie Fondsmanager, Pensionskassen oder Versicherungen gehen gezielt einen anderen Weg. Sie versuchen das Gegenteil von dem zu tun, was die Masse macht. Denn antizyklisches Investieren hat auf lange Sicht mehr Sinn, als mit dem Strom zu schwimmen.

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Unternehmen machen sich kollektives Wissen zunutze. Doch die Methode hat Grenzen. Forscher zeigen: Schwarmintelligenz kann sich selbst austricksen.

Autoren Flora Rothe, Jan Wittenbrink

Ameisen sind nicht in der Lage, Entfernungen zu beurteilen. Gemeinsam finden sie dennoch den kürzesten Weg zur Futterstelle. Vogelschwärme fliegen auf Langstre­ckenflügen in einer aerodynamisch optimierten V-Form. Dadurch kommt der Schwarm deutlich schneller an sein Ziel. Doch über den Luftwider­stand wissen Vögel natürlich nichts. Auch Fernsehzuschauer von Günther Jauchs Show „Wer wird Millionär?“ werden regelmäßig Zeuge kollektiver Intelligenz: In der Regel ist das Pub­likum im Studio gemeinsam schlauer als der einzelne Kandidat. Statistisch haben sie zu 91 Prozent Recht.

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Vom Start-up-Manager zum Weltenbummler: Sönke Roever hat zusammen mit seiner Frau dreieinhalb Jahre lang die Welt umsegelt. In seinem Kielwasser liegen 35.000 Seemeilen und 35 Länder.

Die Fragen stellte Flora Rothe
Illustration Lorena Addotto

Was treibt Sie aufs Meer?

In unserem Alltag ist der Blick oft „verbaut“. Nur auf See kann der Blick 360 Grad über den Horizont schweifen. Das macht den Kopf unglaublich frei.

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Die herausfordernde Niedrigzinsphase hält an. Es gibt sie aber – Anlageformen, die Aussicht auf Ertrag mit Risikooptimierung verbinden.

Autorin Julia ­Irina Rosenkranz

Jeden Tag beginnen junge Schauspieler ihre Karriere mit dem großen Ziel, ein Star zu werden. Sie träumen davon, sich eines Tages auf dem Walk of Fame mit ihrem eigenen Stern zu verewigen. Eines ist dabei allen Stars von heute und morgen gemein: Sie müssen entdeckt werden. Auch auf den Fondsmarkt drängen tagtäglich neu auf­ gelegte Fonds und nicht alle haben das Zeug zum Star. Selbst Fonds mit Starfaktor sind nicht für jede Marktphase oder jedes Anlageziel geeignet. Allianz Global Investors (AllianzGI) hat ein Anlageprodukt entwickelt, das sich auf Ertragsstars konzentriert: den VermögensManagement (VMM) RenditeStars.

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Pioniere und Querdenker verändern mit ihren Ideen Gesellschaft und Wirtschaft. Anregungen zum Anders handeln.

Autoren Jan Wittenbrink, Corinna Zawodniak

„Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen“, sagte schon vor mehr als 2.000 Jahren der chinesische Philosoph Konfuzius. Im Tierreich kämpfen sich Lachse Hunderte Kilometer gegen die Fluss­strömung voran, um sich zu vermehren und das Überleben ihrer Art zu sichern. In der Wirtschaft sind es Pioniere, die mit neuen Ideen dem Mainstream entgegentreten, um schließlich die Massen hinter sich zu scharen – und ihr Unter­nehmen so zur Weltmarke machen.

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Pierre Langer und Tilman Sillescu haben es bis in die Traumfabrik geschafft. Sie zählen zu den weltweit größten Produzenten von Musik und Soundeffekten für Videospiele und Filme.

Autorin Flora Rothe
Fotograf Dominik Pietsch

„Wir haben eine Zeit lang fast jedes deutsche Computer­spiel vertont.“
Pierre Langer

Als Student der klassischen Musik am Mainzer Konser­vatorium wurde Pierre Langer schnell klar, dass er mit seiner großen Leidenschaft, dem Gitarrespielen, nicht seinen Lebensunterhalt würde verdienen können. Darum wollte er nach dem Diplom noch „etwas Richtiges“ studieren: Informatik. Doch dazu kam es nie. Er wurde auch so erfolgreich – mit Musik.

Alles begann vor 17 Jahren mit dem Anruf eines Bekannten, der gerade ein Computerspiel entwickelte und ihn bat, dafür ein Musikstück zu komponieren. Langer war damals, Ende der 1990er-Jahre, daran beteiligt, die Abteilung „Neue Medien der Musik“ am Mainzer Konservatorium mit aufzubauen, und hatte bereits Erfahrungen mit Tonauf­nahmen und Musikproduktion am Computer. Also sagte er zu und fragte seinen heutigen Geschäftspartner, Tilman Sillescu, der am Konservatorium Jazzgitarre, Arran­gement und Notensatz lehrte, ob er nicht mitmachen wolle. Das Spiel kam nie auf den Markt. Aber das gemeinsame Komponieren zu Hause am Küchentisch hatte ihnen großen Spaß gemacht.

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Perlen sind en vogue. Und kostbar: Die teuerste ist 11,8 Millionen US-Dollar wert.

Autorin Julia-Irina Rosenkranz

Auf den Catwalks haben sie in diesem Jahr ein Come­back erlebt: Perlen schmückten Ohren, Handtaschen und als Zierstickerei die Kleidungsstücke der Models von Prada über Mulberry bis Chanel. Tatsächlich faszinieren die „Tränen der Götter“, wofür die alten Perser sie hielten, die Menschen seit jeher: Schon in der Bibel sind Perlen erwähnt. Von der Antike bis heute schmücken sich Mäch­tige und Wohlhabende mit ihnen. „Über Jahrhunderte war die Nachfrage nach Perlen unglaublich hoch“, bestätigt Stephan Lindner, Geschäftsführer des traditionsreichen Münchner Juweliers Fridrich. Im Mittelalter erlagen Majestäten ihrer Schönheit, Königin Elizabeth I. soll mehr als 3.000 perlenbestickte Kleider besessen haben. „Es wurde so viel Gold für Perlen ausgegeben, dass in England, Frankreich und Deutschland ab dem 14. Jahrhundert Perlengesetze erlassen wurden, um den Abfluss des Goldes zu stoppen“, sagt Lindner.

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Eine neue Richtung einschlagen, alte Zöpfe abschneiden, Ideen zum Leben erwecken – dafür braucht es Menschen, die bereit sind, etwas zu wagen. Viele solcher Pioniere haben die Welt gestaltet, in der wir heute gut leben. Doch warum sind es häufig Einzelne, die den schwierigen Weg wählen und gegen den Strom schwimmen? Was treibt sie an und was können wir von ihnen lernen?
 

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom: Stillstand bedeutet Rückschritt“  –  wie recht Schriftsteller Erich Kästner doch hat! Angesichts der rasanten Evolutionen und Revolutionen, die die Digitalisierung für uns bereithält, sorgt sich mancher Unternehmer darum, in seinem angestammten Geschäftsfeld die errungene Markt­position zu halten. Findige Start-ups bringen frischen Wind in die Wirtschaft. Warum? Weil sie den Mut haben, neue Wege zu gehen. Unsere Titelstory zeigt, dass Unternehmer von den neuen Methoden der „jungen Wilden“ durchaus lernen können. Und zugleich haben sie ihnen vieles voraus: Erfahrung nämlich, die nicht so schnell aufzuholen ist. Und ein Gespür für das Treffen von Entscheidungen.

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Städtereisenanbieter, Orientspezialist, Kreuz­fahrtexperte und Fernsehstar – Phoenix Reisen aus Bonn schafft es immer wieder, sich neu zu erfinden. Und pfeift auf Marketing.

Autorin Corinna Zawodniak

Johannes Zurnieden hätte den Na­menspatron für sein Unternehmen 1973 kaum besser wählen können: Phoenix. Wie der gleichnamige Vogel aus der antiken Mythologie, der stirbt und wiederaufersteht, hat der Bonner nie am einmal Erreichten festgehalten. Durch mutige Entscheidungen hat er immer wieder einen neuen Kurs eingeschlagen, wenn sich die Gelegen­heit bot. Schon als junger Gründer tat Zurnieden, was kaum jemand erwartete: Er hängte seine Psychologie-­ und Jura-Studiengänge an den Nagel und verschrieb sich der Tourismus­branche. Diese kannte er nur von einem Nebenjob bei einem Zeitungs­verlag, als er mit 23 Jahren begann, Städtereisen anzubieten. Prag, Budapest und Istanbul waren die ersten Ziele. „Ich habe alles aus einer Hand offeriert – Visum, Flug, Hotel, Reiseleitung, Stadtrundfahrt“, erzählt Zurnieden. Mit Erfolg: Schnell wuchs das Unternehmen, auch Ziele an Küsten kamen hinzu. Wer Ende der 1970er-Jahre in die Türkei wollte, kam an Phoenix Flugreisen nicht vorbei.

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Streit ums Erbe kommt in den besten Familien vor. Aber auch sonst sollten Vermögende zu Lebzeiten Vorkehrungen treffen, damit alles reibungslos läuft.

Autorin Corinna Zawodniak

34 Jahre hat es gedauert, bis im Frühjahr dieses Jahres das Landgericht Düsseldorf den Geldzwist der Erben des Versicherungskonzerns ARAG beendete. Auch in zahlreichen anderen Dynastien löste die Übertra­gung des Vermögens einen Kampf in der Nachfolgegeneration aus und sorgte für unangenehme Schlagzeilen. Hätten die Erblasser das zu Lebzeiten vorausgesehen, hätten die meisten wohl noch besser vorgebeugt: durch Wertgutachten, Festlegungen und eine frühzeitige abgesicherte Weiter­gabe des Vermögens in jene Hände, in die es gelangen sollte. „Schließlich haben die meisten klare Wünsche und Vorstellungen, was mit ihrem über die Jahre und Jahrzehnte aufgebauten Vermögen später passieren soll“, weiß Sebastian Sehr, der bei der Allianz solche Fälle betreut.

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Eine Probefahrt reichte aus, um sie zu über­zeugen: Alejandra Schneider ist nicht nur Porsche-Fan, sondern auch erfolgreiche Motorsportfahrerin.

Autorin Flora Rothe

Das metallische „Klack, klack, klack“, wenn Alejandra Schneider ihren weißen Porsche GT3 einen Gang höherschaltet, verursacht bei ihr selbst nach sechs Jahren im Motorsport immer noch Gänsehaut. Da hilft auch der warme Renn­anzug nicht, den sie trotz 30 Grad im Schatten trägt. Schneider sitzt mit einem 6-Punkt-Gurt fest gesichert im tiefen Sportsitz und schaut hochkonzentriert auf die Strecke. Normalerweise bewegt sie ihren GT3 nur auf der Rennstrecke, denn: „So eine Maschine ist wie ein unbändiges Tier, das man beherrschen muss“, erklärt die Jahressiegerin 2016 im Porsche Club Cup in der Kategorie der Damen. „Das hat mit dem üblichen Autofahren wenig zu tun.“

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Das Erbschaftsteuergesetz, das seit Mitte 2016 in Kraft ist, trifft Unternehmenserben.

Autorin Claudia Klümpen-Neusel

Zum 1. Juli 2016 wurde das Erbschaftsteuergesetz angepasst. Wie kam es zu der neuen Fassung?

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hatte im Dezem­ber 2014 zum wiederholten Male das Erbschaftsteuer­gesetz für verfassungswidrig erklärt. Anschließend wurde viel darüber spekuliert, ob es künftig noch eine Erbschaft­steuer geben werde und wie diese inhaltlich ausgestaltet sei. Schon frühzeitig zeichnete sich ab, dass das bisherige Besteuerungssystem weitestgehend beibehalten und lediglich die Punkte, die vom höchsten deutschen Gericht moniert worden waren, nachgebessert werden sollten.

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