Die Stars von morgen entdecken

Die herausfordernde Niedrigzinsphase hält an. Es gibt sie aber – Anlageformen, die Aussicht auf Ertrag mit Risikooptimierung verbinden.

Autorin Julia ­Irina Rosenkranz

Jeden Tag beginnen junge Schauspieler ihre Karriere mit dem großen Ziel, ein Star zu werden. Sie träumen davon, sich eines Tages auf dem Walk of Fame mit ihrem eigenen Stern zu verewigen. Eines ist dabei allen Stars von heute und morgen gemein: Sie müssen entdeckt werden. Auch auf den Fondsmarkt drängen tagtäglich neu auf­ gelegte Fonds und nicht alle haben das Zeug zum Star. Selbst Fonds mit Starfaktor sind nicht für jede Marktphase oder jedes Anlageziel geeignet. Allianz Global Investors (AllianzGI) hat ein Anlageprodukt entwickelt, das sich auf Ertragsstars konzentriert: den VermögensManagement (VMM) RenditeStars.

Rendite und Risiko im Blick

Auf Marktlagen reagiert das Fondsmanagement flexibel. „Wir arbeiten mit einer Kombination aus Fonds mit den besten Erträgen am Markt einerseits und risikoreduzie­renden Fonds andererseits“, erklärt Portfoliomanager Rene Gärtner. Der VMM RenditeStars besteht aus zwei Kompo­nenten: der sogenannten Ertrags­- und Wachstumskompo­nente sowie der Diversifikationskomponente. „Im Bereich der Ertragskomponente investieren wir beispielsweise in Dividendenfonds, Hochzinsanleihefonds oder Schwellen­ länderfonds“, sagt der Portfoliomanager. Diese Anlagen sind chancenreich, unterliegen aber stärkerer Kursvolatilität. „Zur Stabilisierung nutzen wir die Diversifikationskompo­ nente. Hierzu gehören zum Beispiel Multi­-Asset­-Fonds, Alternative Renditequellen sowie flexible Rentenfonds.“ Ziel des Fonds ist es, eine jährliche Ausschüttung von 2,5 Prozent zusätzlich zum Kapitalwachstum zu erzielen (keine Garantie). „Geeignet ist RenditeStars für Investoren, die bereit sind, für attraktive Renditen ein gewisses Risiko einzugehen“, sagt Gärtner. Dieses Risiko wird jedoch optimiert: Die stabilisierende Diversifikationskomponente macht mindestens 30 Prozent des Fonds aus, in schwie­rigen Marktphasen kann der Anteil auf 70 Prozent steigen. Komplementär dazu entwickelt sich die Gewichtung der Ertragskomponente: Sie nimmt mindestens 30 Prozent ein, in einem positiven Marktumfeld kann sie bis auf 70 Prozent ausgeweitet werden. Das Fondsmanagement­-Team analysiert die Märkte kontinuierlich auf neue, vielverspre­chende Investments, tauscht Fonds aktiv aus, die nicht mehr zur Ausrichtung passen, und steuert die Gewichtung der beiden Komponenten. „Um Anlagerisiken bestmöglich zu streuen, investieren wir in Fonds und nicht in Einzeltitel“, erklärt Gärtner. „Zudem beziehen wir zum Beispiel mit Multi­-Asset­-Fonds neben unserer Einschätzung auch noch die Marktsicht anderer Manager in das Portfolio ein, was ebenfalls zur Streuung der Risiken beiträgt.“

Eigene Experten und eigene Ratings

„Der Auswahlprozess für den Fonds ist komplex, aber
klar strukturiert“, sagt Manuela Thies, Head of Multi Asset Active Allocation Retail bei AllianzGI. „Zentral dabei ist, dass wir nicht auf externe Ratings schauen, sondern eigene Qualitätskriterien für unsere Zielfonds festlegen. Dadurch machen wir uns unabhängiger von fremden Einschätzungen und wissen genau, worauf wir achten müssen.“ Neben Finanzkennzahlen prüft das VMM­-Team insbesondere die Qualität des Investmentansatzes und des Fondsmanage­ments sehr genau. „Wir wollen verstehen, in welchen Marktphasen ein potenzieller Zielfonds seine Stärken und Schwächen hat“, erklärt Thies. Für ihre Ansätze und Leistungen wurden die Fondsmanager von AllianzGI vielfach ausgezeichnet, unter anderem von FERI EuroRating.

Durch die breite Streuung und flexible Gewichtung von Ertrags­- und defensiven Komponenten sowie den Einsatz von Derivaten kann das Management auch kurzfristig auf politische Ereignisse reagieren. „Wichtig ist aber, dass wir von grundsätzlichen Trends ausgehen, uns also nicht von kurz­fristiger Hektik an den Märkten anstecken lassen. Wir hinter­fragen die dahinterliegenden Mechanismen.“ Ein laufendes Risikomanagement sei fester Teil des Investmentprozesses. „Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen und handeln bedacht“, sagt Thies. Und bisher ist der VMM RenditeStars seinem Namen gerecht geworden: Seit seiner Auflage Ende Januar 2016 hat er zehn Prozent Rendite erzielt (Stand: 30.06.2017)

       

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