Sommer, Sonne, Cabrio

Cabriolet fahren – für viele Menschen der Inbegriff von Freiheit und Genuss.

Mit wehenden Haaren durch traumhafte Landschaft cruisen – wir stellen drei besondere Routen für eine perfekte Cabrio-Tour vor.

Autorinnen Julia Rosenkranz und Bérénice Schneider

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, ein laues Lüftchen weht. Zeit, das Verdeck zu öffnen und das Wetter zu genießen. Immer mehr Menschen widmen sich der Faszination Cabriolet. Im vergangenen Jahr waren rund 2,12 Millionen Cabrios in Deutschland zugelassen. 2010 waren es nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes erst 1,71 Millionen. Und in diesem Jahr dürfte die Zahl der Zulassungen weiter steigen. Denn die Automobilhersteller bringen neue Cabriolets auf den Markt. Die luxuriösesten präsentieren wir Ihnen hier.

Der Grund für den Trend dürfte weniger darin liegen, dass Cabriolets einen besseren Wiederverkaufswert erzielen und im Alter meist stärker im Preis steigen als ihre geschlossenen Pendants. Die Faszination Cabriolet steckt bereits in seinem Namen. Schließlich leitet sich das Wort vom französischen Wort „cabrioler“ ab – und das bedeutet Luftsprünge oder eben Kapriolen machen. Was könnte treffender sein? Das Herz vieler Cabrio-Besitzer macht einen Sprung, sobald sie es wieder mit offenem Verdeck fahren können. Für sie ist ein Cabriolet nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Lebensgefühl. In ihrem Auto genießen sie mehr Sonne, mehr Wind und mehr Freiheit.

Wir stellen Ihnen drei Strecken vor, auf denen sich dieses Gefühl auf besondere Weise erleben lässt. Die erste Tour verläuft rund um die Côte d’Azur und die Provence, die zweite erstreckt sich entlang der Ostsee und die dritte führt durch die Toskana. Alle Routen haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind gespickt mit Sehenswürdigkeiten und malerischen Orten, die mit kulturellen Highlights und kulinarischen Spezialitäten aufwarten können. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrer nächsten Ausfahrt!




Ins Reich der provenzalischen Düfte
Antibes – Grasse – Èze – Nizza – Antibes

Länge: ca. 150 km

Die Cabrio-Tour startet in Antibes, einer der ältesten Siedlungen an der Côte d’Azur. Von der direkt am Meer gelegenen Stadt, in der einst Pablo Picasso lebte und die eines der schönsten Museen mit Werken des Malers beheimatet, geht es landeinwärts in Richtung Voralpen über sanfte Hügel und durch kleine Ortschaften bis nach Grasse. Für Literaturinteressierte lohnt sich ein Zwischenstopp. Hier, in der Welthauptstadt des Parfums, fühlen sich Besucher in die Welt des Romans „Das Parfum“ von Patrick Süskind versetzt. Die Parfum-Manufakturen machen Grasse zu einem Paradies für Blumenliebhaber. Seit Jahrhunderten werden rund um die Stadt Gärten mit Blumen für die Herstellung von Düften angelegt. Je nach Jahreszeit blühen Lavendel, Klatschmohn, Rosen und Jasmin. Eine Fahrt durch diese unvergleichliche Natur lässt die Sinne Kapriolen schlagen. 

Durch Lavendelfelder und Pinienwälder führt die Tour nach Nordosten in Richtung Èze. Planen Sie dabei einen Abstecher nach Saint-Jeannet ein. Das malerische Örtchen diente als Kulisse für den Hitchcock-Klassiker „Über den Dächern von Nizza“ mit Grace Kelly und Cary Grant, die – wie sollte es anders sein – gemeinsam im Cabrio auf der Route de la Grande Corniche unterwegs waren. Über die kurvige Panoramastraße geht es bis ins Städtchen Èze Village. Hier dichtete Friedrich Nietzsche einen Teil seines berühmten Werkes „Also sprach Zarathustra“. Wer von der Terrasse des Gourmetrestaurants Château Eza den atemberaubenden Blick auf die Côte d’Azur genießt, versteht, woher Nietzsche seine Inspiration nahm. Nach einem erlesenen Essen beginnt die Rückfahrt über die Route Corniche Inférieure entlang der Küste nach Nizza, durch dessen Straßen Elton John im Video zum Song „I’m still standing“ natürlich im Cabrio cruist. Die Tour endet schließlich wieder in Antibes. Im exquisiten Fischrestaurant Les Vieux Murs direkt am Meer lassen wir den perfekten Tag ausklingen.




Ostsee-Impressionen 
Kiel – Laboe – Sieseby – Glücksburg – Flensburg – Kiel

Länge: ca. 300 km

Die Tour beginnt in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins: Kiel. Entlang der Kieler Förde fahren wir zum Ostseebad Laboe mit seiner Sehenswürdigkeit, dem Marine-Ehrenmal. Wer den 70 Meter hohen Turm über 341 Stufen erklimmt oder mit dem Fahrstuhl zur Spitze fährt, hat einen fantastischen Ausblick über die Förde und die Ostsee – und kann bei gutem Wetter sogar bis nach Dänemark schauen. Von Laboe führt die Route zurück entlang der Förde über Eckernförde und Schleswig bis an die malerische Schlei. Am Ostseefjord empfiehlt sich das kleine Örtchen Sieseby für eine Rast.
Das märchenhafte Dorf mit seinen reetgedeckten Fachwerkhäusern wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Zeit und gilt als schönster Ort an der Schlei. Im Gasthof Alt Sieseby lässt es sich hervorragend in malerischer Umgebung speisen. Von dort aus geht die Fahrt entlang der Schlei über Kappeln und durch die sanft geschwungenen Hügel Angelns bis nach Glücksburg, wo das von Wasser umgebene Schloss Glücksburg einen Abstecher wert ist. Ab hier ist es nicht mehr weit
in die nördlichste deutsche Stadt: Flensburg. Das Rum-Museum und die Flensburger Brauerei bieten geistreiche und interessante Impressionen. Auf dem Rückweg nach Kiel lohnt sich ein Stopp in Haithabu. Gegründet im achten Jahrhundert, entwickelte sich die Siedlung schnell zu einem der bedeutendsten Handelsplätze der Wikinger in Nordeuropa. Ein Teil der Siedlung wurde im Wikinger Museum rekonstruiert – hier wird der Wikingeralltag für Besucher erlebbar.




Kultur und Genuss in der Toskana
Florenz – Lucca – Montepulciano – Florenz 
Länge: ca. 420 km

Start- und Endpunkt dieser Tour ist die Stadt Michelangelos – das wunderschöne Florenz. Das Verdeck des Cabriolets öffnet sich in der toskanischen Sonne und die Fahrt beginnt. Über Prato, Agliana und Altopascio fahren wir ins historische Lucca. Der große Komponist Giacomo Puccini wurde hier geboren und seine musikalischen Meisterwerke sind die perfekte Untermalung während der Fahrt durch die sanfte Landschaft. Von Lucca geht es über Pisa, dessen weltberühmter schiefer Turm auf der beeindruckenden Piazza dei Miracoli immer einen Abstecher wert ist, bis ins „Manhattan des Mittelalters“ – San Gimignano. Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert errichteten die einflussreichsten und vermögendsten Familien der Stadt immer höher werdende Turmhäuser als Zeichen ihres Wohlstandes. Einst gab es schätzungsweise 72 dieser Geschlechtertürme, heute stehen davon immerhin noch 14 und verleihen der Stadt eine einzigartige Ausstrahlung. Über Siena, in dessen Herz die herrliche Piazza del Campo mit ihren eleganten Palazzi einen Besuch verlangt, geht es ins Weinparadies Montepulciano. Der Vino Nobile di Montepulciano zählt zu den renommiertesten Weinen Italiens, weshalb hier eine Übernachtung zu empfehlen ist. Über das wunderschöne Arezzo, bekannt aus dem Film „Das Leben ist schön“ und berühmt für seine Schmuckherstellung, führt die Route durch die Weinregion Chianti wieder zurück nach Florenz. 




Frische Brise

Der Wind weht durch das Haar, die Sonne streichelt die Haut: Wer das Cabrio-Feeling mag, wird das Autojahr 2018 mit vielen neuen Modellen lieben. Wir stellen eine Auswahl der schönsten Cabriolets der Luxusklasse vor.

 

Cruisen wie James Bond
Seit 1965 gibt Aston Martin seinen Cabrios den Beinamen Volante. Diese stolze Tradition setzt der brandneue Aston Martin DB11 Volante standesgemäß fort. Der elegante Engländer wartet nur darauf, sein Stoffverdeck zu versenken und die Insassen im Sonnenschein über kurvige Straßen zu tragen. Dabei lässt er die Kraft seiner 510 PS jederzeit spüren, ohne damit zu protzen – ganz der britische Gentleman. Das würde sicherlich auch dem wohl berühmtesten Fahrer der Edelmarke gefallen. Sein Name ist Bond. James Bond.

 

Mit der Kraft der zwei Herzen
Ein neuartiges Cabrio-Erlebnis bietet der BMW i8 Roadster, mit dem die bayerischen Ingenieure eine neue Ära einleiten wollen. Das Cabrio ist die offene Version des bereits bekannten Plug-in-Hybrids i8 mit seinen charakteristischen Flügeltüren. Die bleiben auch dem futuristischen Roadster erhalten, der dank Elektroantrieb nahezu lautlos durch die Landschaft gleitet. Der Verbrennungsmotor kommt erst bei Geschwindigkeiten ab 120 km/h zum Einsatz und beschleunigt besonders dynamisch durch Unterstützung des Elektromotors. 

 

 

Wildes Fauchen inklusive
Portofino, der kleine, malerische und zugleich mondäne Fischerort an der italienischen Riviera, leiht dem neuen Cabriolet von Ferrari seinen Namen. Der Ferrari Portofino, eine Neuauflage des Einstiegsmodells California, kommt etwas weniger wild, dafür umso eleganter daher als seine Brüder – und ist dabei mindestens genauso aufregend. Denn Eleganz und Kraft schließen sich nicht aus – im Gegenteil. 600 PS und der unverwechselbare Ferrari-Klang lassen Herzen höherschlagen. In 3,5 Sekunden soll der Ferrari von 0 auf 100 km/h sprinten und 320 km/h in der Spitze schaffen. Aber auch wer es gemächlicher mag, wird diesen Italiener mit seinen großen, angenehm gepolsterten Sitzen lieben.

 

Der Traum vom Sportwagen
Seine charakteristische Linie, sein Sound, sein Fahrgefühl – all das ist schon oft beschrieben worden und hört doch nie auf zu faszinieren. Der Porsche 911 ist legendär. Im Porsche 911 Turbo S Cabriolet vereinigen sich Legende, Traum und Wirklichkeit mit höchster Ingenieurskunst und herausragendem Design. Mit seinen 580 PS, die ihn in 3,0 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigen können, ist er dafür gemacht, den Alltag zurückzulassen. Mit perfekter Straßenlage, volltönendem Motorenklang und ganz viel Kraft. Ferry Porsche sagte einst: „Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen.“ Sein Traum wurde wahr. 

 

       

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