„Das Haus hat die Stadt verändert“

Atemberaubende Architektur mit atemberaubenden Ausblicken.

Das Eröffnungsjahr ist vorüber und es wird immer noch gejubelt: Die Elbphilharmonie in Hamburg begeistert die Menschen aus aller Welt.

Autor Markus Weßel-Therhorn

Ausverkaufte Hallen, Top-Kritiken und begeisterte Besucher: Es war ein fulminanter Start für die Elbphilharmonie. Der Erfolg hat die Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen. „Es ist fantastisch, die Elbphilharmonie hat sich jetzt schon rund um den Globus herumgesprochen“, fasst Intendant Christoph Lieben-Seutter zusammen. „Als die ersten Leute ins Haus strömten, war das Gefühl noch viel toller, als ich es mir hätte vorstellen können.“ Die Streitereien, Verzögerungen und Kostensteigerungen der zehn Baujahre sind vergessen.

Heute gilt die Elbphilharmonie mit ihrer einzigartigen Lage in der HafenCity, ihrer atemberaubenden Architektur und dem ausgeklügelten Klangkonzept des Akustikers Yasuhisa Toyota als eines der besten und modernsten Konzerthäuser der Welt. 2.100 Menschen finden im Großen Saal sowie 550 im Kleinen Saal Platz und können dort ein vielfältiges Kulturprogramm genießen. Zwar ist der Große Saal mit seiner Klais-Orgel klar auf klassische Konzerte ausgerichtet, aber Jazz, Pop und andere Spielarten der Musik sind deshalb keinesfalls ausgeschlossen. „Bei uns sind viele verschiedene Musikrichtungen zu Hause“, so Lieben-Seutter. 

Hamburg war schon immer eine Weltstadt. Die Elbphilharmonie hat ihr jetzt die Krone aufgesetzt.“

Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg

Moderne statt Museum

Der 54-jährige Österreicher, der die Wiener Konzerthausgesellschaft leitete, bevor er nach Hamburg kam, will dem Publikum einzigartige musikalische Live-Erfahrungen bieten, die im Gedächtnis bleiben: „Das eigentlich Spannende neben Klassikern wie Brahms und Bruckner ist doch, neue Künstler zu entdecken und Menschen eine Musik nahezubringen, die ihnen noch unbekannt ist.“ Kurz: Moderne statt Museum, das Publikum soll unvergessliche Momente erfahren. „Die tollsten Konzerte, an die ich mich schon mein Leben lang erinnere, waren immer anders als erwartet“, erläutert Lieben-Seutter. „So zu überraschen, dass sich ganz neue Welten auftun, halte ich für eine große Chance der Kunst.“ 

Ausblick mit Elbblick

Wer das Konzerthaus in der HafenCity als Zuhörer erleben möchte, muss frühzeitig planen. Die meisten frei verkauften Veranstaltungen im Jahr sind häufig schon innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Gelingt es nicht, Tickets zu erwerben, bleibt immer noch der Genuss der atemberaubenden Architektur des Hamburger Wahrzeichens. Jeden Tag strömen zwischen zehn- und zwanzigtausend Besucher durch das Konzerthaus. Auf der Außenseite der Plaza, auf die man über Europas längste gebogene Rolltreppe gelangt, können Besucher die Elbphilharmonie einmal komplett umrunden. Von dort aus bietet sich ein einzigartiger Panoramablick über Hamburg. 


Videonachweis: www.mediaserver.hamburg.de / Hamburg Marketing GmbH

Auch in der kommenden Saison wird den Besuchern ein erstklassiges Programm geboten: Zu den Highlights zählen beispielsweise Konzerte von Teodor Currentzis und Simon Rattle, eine mehrwöchige Konzertreihe anlässlich des 100. Jubiläums der Unabhängigkeit Polens sowie ein Osterfestival zum Thema Venedig. „Wir haben außerdem viele wichtige Orchester der Welt in dichter Folge da“, sagt Lieben-Seutter. 

Hamburg ohne „Elphi“ nicht mehr vorstellbar

Es ist Lieben-Seutter wichtig, die erreichte Qualität auch in Zukunft beizubehalten und Besucher aus Hamburg und dem Rest der Welt mit der Mischung aus klassischer und moderner Musik nach Hamburg zu locken. Schon heute ist die Stadt ohne Elbphilharmonie nicht mehr vorstellbar. Das Haus hat Hamburg verändert, nicht nur äußerlich. Darauf ist Lieben-Seutter stolz: „Hamburg war schon immer eine Weltstadt. Die Elbphilharmonie hat ihr jetzt die Krone aufgesetzt.“

 

Sponsoren stärken ihrer „Elphi“ den Rücken

Warum engagiert sich die Commerzbank als „Classic Sponsor“ der Elbphilharmonie?
Wir sehen das als Beitrag für das kulturelle und gesellschaftliche Leben. Die Elbphilharmonie ist ja darauf ausgerichtet, möglichst vielen Menschen einen Zugang zur Musik zu ermöglichen. Das ist aber nur durch die Ergänzung mit privaten Mitteln möglich. Zudem können wir regionale Schwerpunkte setzen, indem wir etwa einzelne Orchester gezielt unterstützen.

Warum ist das so wichtig?
Musik spricht in erster Linie die Emotionen an, ohne Sprachbarrieren über Grenzen und Kulturen hinweg. Sie schafft also erstens Verbindung und regt zur Verständigung an. Zweitens ist die Pflege der Musik als Tradition und Kulturgut nicht zu unterschätzen. Und drittens ist Musik, richtig eingesetzt und interpretiert, auch immer mit einer starken Aussage verbunden, die über den Klanggenuss hinausgeht.

Wie ist die Resonanz Ihrer Kunden nach einem Besuch der „Elphi“?
Wir wollen unseren Gästen eine Atmosphäre der Entspannung und Offenheit bieten. Deshalb freut es mich besonders, dass sich viele Kunden mit dem Vorsatz aus Hamburg verabschieden, auch daheim wieder öfter in Konzerthäuser zu gehen.

Die Fragen beantwortete Frank Haberzettel, Bereichsvorstand Nord der Commerzbank AG.

       

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