Vom Arzt zum Unternehmer

Die Gründung einer Praxis ist für Heilberufler eine große Herausforderung. Die Commerzbank unterstützt mit besonderer Branchen­expertise.  

Autorin Flora Rothe
Fotograf Frank Lübke

Rund 120.000 niedergelassene Ärzte und circa 53.000 Zahnärzte gibt es in Deutschland. Von der eigenen Praxis erhoffen sie sich mehr Autonomie und Gestaltungsfreiheit bei der Betreuung ihrer Patienten. Die Gründung oder Übernahme einer Praxis erfordert jedoch unternehmerisches Know-how, das Mediziner während ihrer Ausbildung nicht vermittelt bekommen: Das beginnt zum Beispiel bei der Ermittlung des Praxiswertes im Zuge der Kaufverhandlungen, geht über die Finanzierung bis hin zur Liquiditätssteuerung der finanziellen Mittel. Professor Dr. Dietmar Daichendt hat alle diese Phasen durchlebt und sagt: „Gerade für Heilberufler ist es sehr wichtig, kompetente Ansprechpartner an der Seite zu haben, die sie bei der unternehmerischen Umsetzung ihrer Vision begleiten.“ 

Auf die Beratung von Ärzten spezialisiert

Der Münchner Arzt für Allgemeinmedizin weiß, wovon er spricht. Als 2015 das Osteoporosezentrum Dr. Radspieler zum Verkauf stand, ahnte er, dass dies eine lohnende Investition sein könnte. „Im Preis enthalten war ein besonders hochauflösender Computertomograf (CT), den es in Deutschland nur dreimal gibt! Mit dem Gerät lässt sich die Knochenstruktur von Osteoporosepatienten bis auf 0,08 Millimeter bestimmen. Das allein war die Kaufsumme schon wert“, erzählt er rückblickend. 

Auf der Suche nach einer Bank, die ihm das Investitionsvolumen für den geplanten Umzug seiner damaligen Praxis in die heutigen Räume und die Übernahme der Praxis Dr. Radspieler finanziert, fand Daichendt bei der Commerzbank in Jan-Adrian Jarosch einen Berater für Unternehmerkunden mit Branchenexpertise, der ihn bei der Kaufentscheidung unterstützte. „Es war mir wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, der die Herausforderungen für Ärzte kennt und mich unternehmerisch berät.“ 

Jaroschs Branchenexpertise kommt nicht von ungefähr. Die Commerzbank hat einen besonderen Fokus auf die Beratung von Heilberuflern gesetzt und verfügt über das notwendige Wissen, um ökonomische Zusammenhänge in der Gesundheitsbranche zu verstehen. Für jede Lebensphase, vom Studium über die eigene Praxis bis hin zum Ruhestand, bietet die Bank Ärzten passende Finanzlösungen. 

„Mit unserem speziell auf diese Berufsgruppe zugeschnittenen Investitionskredit können wir Ärzte individuell und lösungsorientiert bei Praxisneugründungen oder -übernahmen begleiten“, sagt Jarosch. So bietet die Commerzbank Ärzten Darlehen zu besonders attraktiven Konditionen und berücksichtigt dabei auch individuelle Gegebenheiten. „Gerade Fachärzte haben häufig hohe Anschaffungskosten für ihre Geräte“, erklärt der Berater. Insbesondere die intelligente Strukturierung der Finanzierung ist erfahrungsgemäß ein wichtiger Faktor. Hierbei berücksichtigt die Commerzbank auch Zuschüsse sowie Sonderkonditionen von öffentlichen Förderbanken und unterstützt ihre Kunden bei deren Beantragung.

Ärzte müssen häufig in Vorkasse treten, bis der Patient oder die Krankenkasse die Rechnungen bezahlen, gleichzeitig aber liquide bleiben. Um die laufenden Kosten etwa für Miete und Personal begleichen zu können, bietet die Commerzbank das PremiumGeschäftskonto und den Gewerbekredit als Überziehungsrahmen zu Vorteilskonditionen für Heilberufe an. Dieser dient der Deckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs oder als Liquiditätsreserve. „Abhängig vom durchschnittlichen jährlichen Praxisumsatz stellen wir eine individuelle Kreditlinie auf dem Geschäftskonto zur Verfügung. Für Ärzte bedeutet das: Sie haben einen größeren finanziellen Spielraum und können sich ganz ihren Patienten widmen“, sagt Jarosch.

„Es war mir wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, der die ­Herausforderungen ­für Ärzte kennt und mich unternehmerisch ­berät.“

Professor Dr. Dietmar Daichendt, Arzt für Allgemeinmedizin

Doch die Finanzierungskonditionen allein waren es nicht, die Daichendt seinerzeit bewegten, zur Commerzbank zu wechseln. Ihn überzeugte die Branchenkenntnis, die Jarosch mitbrachte. „Tatsächlich steht den Kundenberatern in der Bank ein umfassendes Branchenresearch zur Verfügung“, berichtet Jarosch. „Denn nur wenn wir das geschäftliche Umfeld unserer Kunden kennen, können wir ihnen adäquate Lösungen aufzeigen. Wir informieren uns daher systematisch über wirtschaftliche und rechtliche Entwicklungen, die für ihre geschäftliche Planung relevant sind.“

Mehr als 2.000 Analysen liefern Daten

Über das unabhängige und umfassend ausgestattete Informationssystem MedMaxx haben die Kundenberater außerdem Zugriff auf aktuelle Informationen aus dem Gesundheitswesen inklusive Steuer- und Rechtsthemen. Zudem stehen ihnen mehr als 2.000 Analysen von Praxen und Unternehmen sowie wirtschaftliche Daten und Fakten aus wesentlichen Teilen der Gesundheitsbranche zur Verfügung. Das Tool liefert organisatorisches und betriebswirtschaftliches Know-how rund um Aufbau, Übernahme und Führung einer Praxis. So kann der Berater zum Beispiel beurteilen, wie hoch die Kosten einer Arztpraxis im Vergleich zu anderen Wettbewerbern sind, eventuelle Schwachstellen erkennen und so seine Kunden vor möglichen Fehlinvestitionen bewahren. Mithilfe eines Wertrechners lässt sich auf Basis der umfangreichen Datenbank der indikative Verkehrswert als erste Orientierung für eine zum Kauf stehende Praxis ermitteln. Daichendt ist froh über diese Unterstützung: Jarosch überprüfte die Wirtschaftlichkeit seiner geplanten Investition – mit positivem Ergebnis. So konnte das Vorhaben zeitnah realisiert werden. 

 

Nur wenn wir das geschäftliche Umfeld unserer Kunden kennen, können wir uns mit ihnen auf Augenhöhe unterhalten.“

Jan-Adrian Jarosch, Berater für Unternehmerkunden der Commerzbank

 

Die Räume seiner Praxis hat Daichendt mittlerweile saniert und modernisiert. In einem ist Starkstrom angeschlossen und eine neue Bodenplatte verstärkt den Unterbau. Hier soll bald das 600 Kilogramm schwere CT stehen. Denn Daichendt, der unter anderem Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirotherapie und Osteopathie e.V. ist, will das Osteoporosezentrum in die Praxis integrieren. „Mit meiner allerersten Praxis vor 17 Jahren stand ich ganz am Anfang meiner Entwicklung. Heute habe ich mir ein gewisses Renommee erarbeitet. Ich habe einen festen Patientenstamm und kann es mir nun erlauben, mich auf einen Standort zu konzentrieren.“ In seiner Privatpraxis an der Pienzenauer Straße im Münchner Stadtteil Altbogenhausen kann er sich jetzt verstärkt seinen Patienten widmen: „Ich nehme mir für jeden Patienten eine Stunde Zeit“, sagt der Professor mit Zusatzausbildungen unter anderem in Osteopathie, Chirotherapie, Naturheilverfahren und Ernährungsmedizin. 

Daichendts Kundenberater ist auch zufrieden: Mit der geplanten Zusammenlegung von Praxis und Osteoporosezentrum entstehen wirtschaftliche Synergieeffekte. „Und“, sagt Daichendt, der sich nicht mehr lange zwischen zwei Standorten aufreiben muss, „ich habe dann endlich mehr Zeit für meinen Sohn.“

       

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