Die Risiken im Griff behalten

Nicht mit Geld zu bezahlen: Stiftungen leisten einen unschätzbaren Beitrag für  die Gesellschaft.

Stiftungen wollen ­Gutes tun. Doch das wird in Zeiten von Niedrig­zinsen immer schwieriger. Die Commerzbank bietet ­Lösungen im Rahmen der Ver­mögensverwaltung an. 

Autorinnen Flora Rothe und Janina Fritscher

In Deutschland gibt es knapp 22.000 gemeinnützige Stiftungen, die sich um wohltätige Zwecke kümmern oder Kunst und Kultur fördern und damit wertvolle Beiträge für die Gesellschaft leisten. Seit über 40 Jahren verfügt die Commerzbank innerhalb der Vermögensverwaltung über ein Team von Experten, das sich auf die spezifischen Bedürfnisse von Stiftern und Stiftungen spezialisiert hat. Das Stiftungsmanagement bietet passgenaue Lösungen von der Stiftungsgründung bis zum Stiftungsmanagement an – als Gesamtpaket oder auch als einzelne Module.

Die Stiftungs-Vermögensverwaltung kümmert sich um die finanziellen Anlagebedürfnisse, denn für die Förderung ihres Stiftungszwecks sind Stiftungen neben Spenden zumeist auf Kapitalerträge angewiesen. Reichen diese nicht aus, müssen schlimmstenfalls Förderprojekte zurückgefahren oder sogar eingestellt werden. „Neben der Anforderung des Vermögenserhalts und dem Wunsch nach einer möglichst stabilen Wertentwicklung ist es besonders wichtig, ausreichend Erträge zu generieren“, erklärt Holger Basler, Senior Portfolio- und Co-Fondsmanager. In Zeiten historisch niedriger Zinsen ist das eine große Herausforderung. Bedeutend ist zudem, die gesetzlichen Rahmenbedingungen mit den Wünschen der Stifter in Einklang zu bringen und in eine geeignete Vermögensanlage zu übersetzen.

Verantwortlicher Umgang mit dem Geld der Stifter

„Der verantwortliche Umgang mit dem Geld der Stifter ist für uns ganz wesentlich“, bestätigt Sebastian Bönisch von antonius – Netzwerk Mensch in Fulda. Seit 2013 arbeitet die Institution mit der Vermögensverwaltung der Commerzbank zusammen. Denn wie die meisten anderen Stiftungen auch, ist die Bürgerstiftung auf ihr Stiftungsvermögen angewiesen. Das Kapital muss also erhalten und gewinnbringend angelegt werden. „Um nachhaltig unsere Ziele als Stiftung verfolgen zu können, benötigen wir neben Wertvorstellungen und Ideen auch ein solides finanzielles Fundament. Mit der Commerzbank haben wir einen Partner gefunden, der uns zuhört und versteht und entsprechend unserer Ausrichtung eine erfolgreiche Vermögensverwaltung für uns betreibt“, betont Dr. Claus Etzel, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der St. Lioba-Stiftung, der Trägerstiftung von antonius – Netzwerk Mensch. 

Gemeinsam mit dem Netzwerk haben die Experten der Commerzbank Vermögensverwaltung eine geeignete Anlagestrategie ermittelt und die Bandbreiten festgelegt, innerhalb derer sich der Portfoliomanager bewegen darf. „Der Kunde hat jederzeit – online sogar täglich – die Möglichkeit, die Aktivitäten im Portfolio zu verfolgen und bei Bedarf den Rahmen flexibel anzupassen“, so Basler. Die Entwicklungen der Vermögensanlage werden regelmäßig mit der Stiftung besprochen und gegebenenfalls justiert – mit Erfolg: „Hervorzuheben sind die stets überdurchschnittliche jährliche Performance, die vorbildliche Transparenz, die umfassende Beratung mit Anregungen und Ideen über das ‚Business as usual‘ hinaus und das freundliche und engagierte Miteinander“, bestätigt Dr. Etzel. 

 

„Nur dank starker Partner können innovative Projekte realisiert werden.“

Dr. Claus Etzel, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der St. Lioba-Stiftung

 

Professionelle Mandatslösungen für Stiftungen

Für alle Stiftungen empfiehlt sich grundsätzlich ein breit diversifiziertes und kosteneffizientes Anlageportfolio, das auf Staats- und staatsnahen Anleihen, Pfandbriefen sowie Unternehmensanleihen basiert. Hinzu kommt ein global diversifizierter Aktienanteil. Je nach Risikoeinstellung des jeweiligen Kunden kann dieser niedriger oder höher ausfallen. Ein konservativ ausgestaltetes Portfolio hat eine Aktienquote von durchschnittlich 15 Prozent. Bei sehr positiver Einschätzung des Aktienmarktes darf der Fondsmanager maximal bis zu 25 Prozent in Aktien investieren. Unabhängig von den Grundempfehlungen werden selbstverständlich auch individuelle Kundenwünsche verwirklicht. Ein kontinuierliches Risikomanagement durch Fondsmanager und entsprechende unabhängige Prozesse in der Vermögensverwaltung sowie die Einhaltung der definierten Rahmenbedingungen und Schwankungsbreiten bleiben immer gewährleistet.

Stiftungsfonds für kleinere Vermögen 

Für Stiftungen mit einer kleineren Anlagesumme und dem Wunsch nach einer ebenfalls professionellen Vermögensverwaltung hat die Commerzbank Anfang 2014 den Stiftungs-Fonds aufgelegt. Dieser basiert auf den langjährigen Erfahrungen der Experten mit der konservativen Stiftungs-Mandatsstrategie. Der Fonds wird mit Fokus auf den stiftungsspezifischen Anlagezielen wie Kapitalerhalt, attraktive Ausschüttung und geringe Vermögensschwankung verwaltet. Mit einem Volumen von 450 Millionen Euro ist er erfolgreich am Stiftungsmarkt etabliert. Die Fondsinhalte und Aktivitäten legt die Commerzbank in einem Transparenzbericht offen, der den Anlegern jederzeit zur Verfügung steht. Daher darf der Fonds das von Rödl & Partner ausgestellte Transparenzsiegel tragen. Darüber hinaus wird ihm mit einem ESG-Rating von „A“ eine gute Nachhaltigkeit bescheinigt. Auch Privatanleger, die ihr Geld konservativ anlegen möchten, können in den Publikumsfonds investieren.


Den Transparenzbericht des Commerzbank Stiftungsfonds finden Sie unter www.transparenzbericht.com/Commerzbank_Stiftungsfonds.html 

Im eigenen Klostercafé Flora arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand.

Die St. Lioba-Stiftung in Fulda ist eine der ältesten Bürgerstiftungen in Deutschland. Ihrem Stiftungszweck verpflichtet, bündelt das antonius – Netzwerk Mensch Kompetenzen und Mittel aus Bürgerschaft, Wirtschaft und Staat, um Menschen mit Behinderung zu einem gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft zu verhelfen. 

„Wir verstehen ‚Behinderung‘ nicht als Merkmal einer Person, sondern als soziales Phänomen“, erklärt Sebastian Bönisch, Leiter Kommunikation bei antonius. „Ob Einschränkungen Menschen ‚behindern‘, am sozialen Leben teilzuhaben, das entscheidet am Ende das gesellschaftliche und soziale Umfeld.“ Darum hat sich das Netzwerk zur Aufgabe gemacht, ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen mit Behinderung in das gesellschaftliche Leben integriert sind. Derzeit begleitet antonius rund 200 Kinder und 150 Jugendliche von der Schule oder Ausbildung in den Beruf. Einige von ihnen besuchen die Antonius von Padua Schule, eine inklusive Grundschule, in der zwei Drittel der Schüler keinen Förderbedarf haben. Gemeinsam lernen sie dort, dass Vielfalt Normalität ist.

Nach Frühförderung und Schulausbildung stehen bei antonius die berufliche Ausbildung und Qualifizierung im Mittelpunkt. „Unser Ziel ist es, unsere Jugendlichen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren“, erklärt Bönisch. „Wir verstehen uns als Brückenbauer zur Arbeitswelt und arbeiten dafür eng mit vielen Partnerunternehmen zusammen.“ In der Startbahn, einem Zentrum für Ausbildung und Berufsvorbereitung, haben junge Menschen mit Einschränkung drei Jahre lang die Möglichkeit, sich in Ruhe beruflich zu orientieren und ein klares Selbstbild zu entwickeln. Anschließend beginnen sie eine Ausbildung in einem Betrieb von antonius wie zum Beispiel dem antonius Hof oder in einem der Partnerunternehmen. 

Ein anderer Weg ist Perspektiva, ein Zusammenschluss von Fuldaer Unternehmen und antonius. Auch hier lautet das Ziel, Brücken zu bauen zwischen Unternehmen und Jugendlichen. Die Fördergemeinschaft konzentriert sich auf Jugendliche wie Sonderschulabgänger oder schwache Hauptschüler, die auf sich alleine gestellt keine Chance auf einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeit haben. In Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen werden die Jugendlichen für eine dauerhafte Anstellung auf dem Arbeitsmarkt qualifiziert. So konnten in den vergangenen Jahren rund 150 Jugendliche in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen vermittelt werden. 

„Die regionale Vernetzung von Unternehmen, Politik und Bürgern hier in Fulda ist einzigartig“, schwärmt Bönisch. Von überallher, selbst aus China, kämen Delegationen, um sich das Konzept der Antonius von Padua Schule oder Startbahn vor Ort anzuschauen. Doch darauf ruht sich das Netzwerk nicht aus. So will man zum Beispiel die Schule auf eine Schulzeit von 13 Jahren ausweiten und das Ausbildungskonzept der Startbahn auf eine nationale Ebene heben. Eine Stiftung ist auf die Unterstützung der Bürgerschaft angewiesen. „Wir bieten zahlreiche Möglichkeiten, sich ideell und finanziell für die Inklusion zu engagieren, denn nur dank starker Partner können innovative Projekte realisiert werden“, betont Dr. Claus Etzel, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der St. Lioba-Stiftung, der Trägerstiftung von antonius. 

Weitere Informationen und Kontakt unter: www.antonius-fulda.de

       

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